Cranach – Von der Idee zum Werk — Eine Kabinettausstellung aus eigenen Beständen


Lucas Cranach d. Ä., um 1472 in Kronach/Oberfranken geboren und 1553 in Weimar gestorben, zählt neben Albrecht Dürer, Matthias Neithard, genannt Grünewald und Albrecht Altdorfer zu den wichtigsten Künstlern der deutschen Renaissance. Mit großem Erfolg leitete Cranach einen Werkstattbetrieb in Wittenberg und Weimar, der für das sächsische Herrscherhaus, für Reformatoren, wie Martin Luther, aber auch für katholische Würdenträger, wie Kardinal Albrecht von Brandenburg, wichtige Aufträge ausführte. Das Museum der bildenden Künste Leipzig verfügt mit 18 Gemälden, 10 Zeichnungen und 59 Druckgrafiken über einen außerordentlich beeindruckenden Cranach-Bestand, um dieses brisante Spektrum von Auftraggebern der Reformationszeit zu veranschaulichen. Höhepunkt der Kabinettausstellung, die im Zusammenhang mit dem 500 Geburtstags von Lucas Cranach d. J. steht, wird ein Werkstattraum sein. Hier werden die jüngsten Forschungsergebnisse präsentiert, die im Zuge der Restaurierung des Altarbilds „Allegorie der Erlösung“ erzielt wurden, welches Cranach d. J. 1557 malte.