disturbance


Künstler
Gruppenausstellung

Im Fokus der Ausstellung stehen das Nichtnormative, Subversive und Subkulturelle des Geschlechterdiskurses und seine Widerspiegelung im Bereich der bildenden Künste. Gerade im visuellen Bereich wurden neben manifesten theoretischen Auseinandersetzungen und politisch orientierten Handlungen seit den 1960er Jahren Bildwelten erfunden, die das hegemoniale Blickregime unterlaufen. Pointiert, sich gelegentlich der Mittel der Ironie, der Affirmation und der Transformation bedienend, entwerfen die Exponate im Feld des Sichtbaren und des Hörbaren transgressive Körperbilder, die das bestehende kollektive „Bildarchiv“ erweitern, das zur Identifikation der Subjekte beiträgt. Die Fragen nach Geschlechterkonstruktionen und Rollenzuschreibungen werden durch einzelne Kunstwerke auch an jenen Rändern beleuchtet, an denen kulturelle Prägungen mit religiösen Überzeugungen oder rassischen Differenzen interferieren. Auf assoziativer und dialogischer Arbeit basierend, stellt die Ausstellung einen Versuch dar, nicht nur den Fragestellungen des Feminismus und Postfeminismus zu folgen, sondern jene scheinbar von der Natur gegebenen Normen und Mythen der Gesellschaft zu thematisieren und zu unterminieren, die unterschwellig eine Kontrolle über das Verhalten der Individuen ausüben.