Intrusion


Künstler
Michael Touma

Michael Touma ist Maler, Grafiker, Medienkünstler und Schriftsteller. Er wurde 1956 in Haifa geboren. Seine Mutter Chaya war Jüdin, sein Vater Emile Palästinenser. Den Titel „Intrusion“ (störendes Eindringen) für seine Ausstellung wählte er anlässlich seines nun dreißigjährigen Aufenthaltes in Leipzig. Zu sehen sind Öl- und Acrylbilder, digitale Malerei, Siebdrucke, Schrift- und Objektbilder aus den 1990er Jahren bis heute. Die Motive umfassen Akt- und Landschaftsmalerei sowie philosophisch geprägte Bilder, in denen der Künstler Aspekte der Gegenwart bildhaft thematisiert. Seine Arbeiten neueren Datums greifen insbesondere das Thema Wandel und Änderung auf, vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in der Welt. Sie sind Bilder gestörter Lebensgewohnheiten, die zur Zeit die Gesellschaft durchziehen. Der Zuschauer ist gefordert, bei genauer Betrachtung versteckte Unstimmigkeiten zu entdecken. „Bis vor kurzem waren wir, die Bewohner der Industrieländer, meist die Zuschauer. Wir betrachteten das Elend der Kriege und andere Katastrophen auf dem Fernseh- bildschirm und lebten relativ in Frieden. Nun entdecken wir, dass diese Sicherheit trügerisch war, und die Gewalt seine Schatten auch auf unsere Städte wirft. Störungen dringen in unsere Existenz ein. Flüchtlingsströme, Wirtschaftskrisen, Umweltzerstörung. Manche Utopien in Form von Demokratien oder die Euro- päische Union sind in Gefahr zu zerbröckeln. Es drängt sich die Frage auf, ob die Menschheit sich in Kriege und Hass zu verlieren droht” (Michael Touma, 2017)