Von Eintagsfliegen und blauen Wundern — Constanze Zorn und Gunter Böttger, Grafik und Zeichnung


Künstler
Constanze Zorn und Gunter Böttger

Nein, es geht nicht um das „Blaue Wunder“, wie die berühmte Dresdner Brücke im Volksmund genannt wird. Wobei die Tuschezeichnungen von Constanze Zorn durchaus brückenartige frei geschwungene Formen zeigen, eine besondere technische Versiertheit aufweisen und im Grunde so etwas wie Innen- und Außenwelten mit großen Brücken verbinden. Die blauen Wunder sind in diesem Falle eine Überschrift für die Arbeiten der Leipzigerin Constanze Zorn. Schwungvoll und zugleich präzise wirft Zorn die ersten Pinselgesten aufs Papier bzw. die Leinwand und lässt sich zu einer Geschichte inspirieren. Farblich feinabgestimmte Buntstiftflächen konterkarieren den breiten Strich und ergänzt werden diese mit kleinen Tuschezeichen, die bei genauem Hinsehen, Figuren, Häuser, Landschaften, kurz ein Stück wiedererkennbare Welt werden. So gelingt es, emotionale und kraftvolle Gesten mit Inhalten zu verbinden, die oft im Bereich der Beziehung von Mensch – Natur, Mensch – Universum, Mensch – Umwelt, also dem großen Ganzen und dem ganz Kleinen, stehen.
  • Vernissage,

    – 22:00