EinBlick #10: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor
Der Leipziger Machsor ist eine der berühmtesten hebräischen Handschriften, die sich aus dem Mittelalter erhalten haben. Er enthält die Gebete und Gesänge für die jüdischen Festtage und ist reich mit kostbarer Buchmalerei geschmückt. Aus konservatorischen Gründen ist das gewaltige Manuskript aus dem frühen 14. Jahrhundert üblicherweise im Tresor der Universitätsbibliothek Leipzig unter Verschluss. Nun gibt es zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Gelegenheit, den Leipziger Machsor zu sehen.
Zur Eröffnung gibt es einen Gesprächsabend zum jüdischem Kulturerbe der Superlative, verschlungenen Wegen der Besitzgeschichte und der Verantwortung, die sich heute daraus ergibt. Mit Prof. Jörg Deventer, Stellv. der Direktorin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, und Dr. Christoph Mackert, Leiter des Handschriftenzentrums der Universitätsbibliothek Leipzig. Zur Finissage am 25.10. erzählt Katrin Kogman-Appel, Humboldt-Professorin für Jüdische Studien der Universität Münster und eine der international renommiertesten Expertinnen für hebräische Handschriften, von ihren Forschungen zum Leipziger Machsor und erläutert, was die singuläre Besonderheit dieses Manuskripts ausmacht. Im Rahmen von „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.
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Vernissage,
