Leipziger Baumwollspinnerei


Vor über 125 Jahren kaufte die Leipziger Baumwollspinnerei Aktiengesellschaft ein Grundstück von ca. 10 ha Größe im Leipziger Westen und errichtete darauf bis zum Jahre 1907 die größte Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas. Diese faszinierende Fabrikstadt mit Arbeiterwohnungen, Gartensiedlung und eigenem Kindergarten ist heute noch komplett erhalten. Seit der Abwicklung der Baumwollgarnproduktion 1992 ist der Ort einem ständigen Wandel unterzogen. Vor allem Künstler, von denen mittlerweile über 100 ihre Ateliers in der Spinnerei haben, waren die Pioniere der Wiederbelebung. Darunter auch internationale Größen wie Neo Rauch, die noch heute hier arbeiten. Neben den Künstlern konnte man Musiker, Tänzer, Handwerker, Architekten, Händler, Drucker und Designer und viele andere Gewerke für die Spinnerei begeistern. Als ein Zentrum der Kunstproduktion bekannt, gelang es der Spinnerei Ende 2004 die Aufmerksamkeit der Leipziger Galeristen auf sich zu ziehen. 2005 eröffneten 6 Leipziger Galerien ihre neuen Ausstellungsflächen in der Spinnerei. Allen voran die Galerie EIGEN + ART in der spektakulären Fläche der ehemaligen Dampfmaschinenhalle. Das zunehmende internationale Interesse an der Leipziger Kunst lockte weitere Akteure auf das Areal. Mittlerweile sind 14 Galerien und Ausstellungsflächen, darunter die Galería Hilario Galguera aus Mexiko City, in der Spinnerei heimisch geworden und bilden gemeinsam mit den Künstlern und der gemeinnützigen Halle 14 einen „Kosmos der Kunst“, der weltweit seinesgleichen sucht. Kaum eine andere große Fabrikanlage, die kommerziell revitalisiert wurde, bietet ein derartig breites Angebot für ein kunstinteressiertes Publikum und bleibt dabei gleichzeitig Heimat für viele Künstler und andere Freiberufler. Diese vielen kreativen Bewohner beseelen eine authentische historische Fabrikanlage mit zeitgenössischen Inhalten.
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